3 Vereinsleben

Dance with the ball

Tenniscamp der Damen 50+ auf Mallorca – alles unter dem Motto Dance with the ball

Wer eine Reise tut, der kann was erleben. So war es kein Wunder, dass wir gleich am ersten Tag unserer Mallorca-Reise Tennis-Profi Rafael Nadal begegneten – live und in Farbe in seiner 2016 eröffneten Tennis-Akademie in Manacor.

Zwar nur beim Mittagessen mit seinem Coach Carlos Moya aber konnte der Auftakt für unser Tenniscamp besser sein?

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Unterkünfte im Apartmenthaus „Espadon“ in Sa Font de Sa Cala, die Tennisplätze in der Anlage Tenis Aguait in Cala Ratjada und die Flüge mit Air Berlin, die jetzt von Niki fly zur Holzklasse degradiert wurde (kein drop off mehr beim Eincheck-Gepäck trotz Bordkarte), waren schon seit Monaten gebucht.

 Espadon

Spannung, Vorfreude und auch eine kleine Prise Skepsis (können es neun Frauen so lange miteinander aushalten? Lach, grins) waren dann spätestens seit Mitte März deutlich zu spüren. Wir – das waren Regina Dresp, Elke Lobert, Elke Badack-Hebig, Griet Fürst, Elke Schneider-Breitkopf, Brigitte Weber, Birgit Münchow, Birgit Janesch und Regine Schulte-Lippern. Unser Flug ging am 5. April pünktlich nach Palma de Mallorca. Am nächsten Tag begannen wir mit unserem Training auf drei Plätzen ab 10 Uhr morgens. Hoch motiviert von einigen Spielerinnen, die wir auf der Anlage von Rafa Nadal am Tag zuvor beim Training gesehen hatten.

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Höchst motiviert schien auch ein Trainer in Cala Ratjada, den wir zwar nicht näher kennengelernt haben, der aber lautstark seine Schülerin anheizte: „Dance with the ball“ schallte es immer wieder über die Plätze. Für uns wurde es ein geflügelter Satz. Immer, wenn mal was nicht so klappte, riefen wir uns das Motto zu: Dance with the ball ist die vielleicht schönste Umschreibung für elegantes, technisch makelloses Spiel mit dem Tennisball. Deshalb hat sie uns wohl so gut gefallen.

Frisch geduscht nutzten wir die Nachmittage, um die Umgebung zu erkunden und hatten wieder Glück. Elke Loberts Freundin Liane machte auch gerade auf Mallorca Ferien bei ihrer Schwester Tina. Sie lebt seit vielen Jahren auf Mallorca und zeigte uns ihre moderne Finca in der Nähe von Arta. Mit Pool, mehreren Schlafzimmern, zwei Bädern und einer gemütlichen Küche. Unscheinbar in der Nähe von Arta mitten in der Landschaft. Spanisch schön!

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Die Abende waren zugegebenermaßen noch recht kühl. Zwei weitere Radiatoren und ein paar Decken für die Apartments mussten organisiert werden. Die Restwärme holten wir uns aus spanischem Wein und Spirituosen, die einige Umdrehungen hatten und uns wohlig-warm in unsere Betten fallen ließen. Wir hatten jede Menge Spaß. Auch hier sei Elke (Lobert) Dank. Sie zeigte uns in Arta ihren Spezial-Spirituosen-Geschäft Moya und erhöhte den Tagesumsatz mit dem Kauf einer riesigen Flasche Mescladis Anislikör für zuhause und eine für uns alle vor Ort. Jamas!

Nach dem hochprozentigen Abstecher erklommen wir die Burg/Festung von Arta. Dort schauten sich Regina, Griet und ich (Regine) die Wallfahrtskirche Santuari de Sant Salvador an. Zunächst wähnten wir uns zwischen anderen Touristen. Als die plötzlich anfingen zu singen, wurde uns klar, dass wir mittendrin in einer Chorprobe gelandet waren. Was für schöne Stimmen, was für ein Tenor. Wir blieben gebannt sitzen und lauschten.

 Chor

Begeistert erzählten wir den anderen davon und gingen natürlich geschlossen in das Konzert am nächsten Abend – zur Premiere des französischen Chors mit seinen Kirchenliedern. Wieder hatten wir Glück. Die Kirche schien voll besetzt zu sein, als uns plötzlich ein Mann nach vorne winkte und wir in den ersten Reihen Platz nehmen durften. Wir erlebten ein tolles Konzert mit den Franzosen, anschließend trat der Kirchenchor von Arta auf und am Ende sangen beide Chöre gemeinsam.

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Wie jeder auf der Wetter-App mit verfolgen konnte, hatten wir nur Sonne. Die ersten zwei Tage war es auf den Plätzen noch recht windig aber dann wurde es jeden Tag wärmer und angenehmer. Jedenfalls in Cala Ratjada. Am Strand von Cala Torta ging es noch recht stürmisch zu. Wir erklommen die Spitze der Berge am Strand und machten ein paar windige Fotos. Auf dem Rückweg entdeckten wir das Restaurante Sa Duaia in der nahe gelegenen Burg – mit wunderbarer Aussicht auf´s Meer. Innen drin zwei mächtige Kamine, draußen eine wunderbar angelegte Terrasse mit Pool und kleiner Kapelle.

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An der Cala Agulla nahe Cala Ratjada ging es etwas ruhiger zu. Drei von uns wagten sogar schon die Eröffnung der Badesaison. Das Meerwasser war 16 Grad kalt aber wenn man erst mal drin war, konnte man das Bad genießen. Leider war die Reise für fünf von uns schon am Sonntag zu Ende. Der Job rief. Deshalb gönnten wir uns am letzten Abend ein wunderbares Fischessen am Hafen von Cala Ratjada.

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Für Elke (Schneider-Breitkopf), Griet, Regina und mich war der Rückflug erst für Mittwoch gebucht. Wir genossen das herrliche Wetter und schafften es, noch zweimal Doppel und Einzel zu spielen, so dass jede gegen jede einmal antreten musste. Am letzten Tag besuchten wir Palma, die Kathedrale und die belebte Altstadt. Ein letztes Mittagessen draußen in der Sonne, dann ab zum Flughafen. Trotz Verspätung (ein Flugsicherungssystem in Barcelona war ausgefallen) und Probleme bei der Gepäckausgabe in Tegel kamen wir wohl behalten und glücklich wieder in Berlin an. Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung im nächsten Jahr. Regine Schulte-Lippern